tweco

Nutzungsbedingungen

Für Clipper, die über tweco an Kampagnen teilnehmen. Sie regeln, wie ein Auftrag zustande kommt, wann Geld entsteht und wann nicht, und woran beide Seiten sich halten. Fassung 2026-09-12.

§ 1 Wer wir sind und für wen das hier gilt

  1. Anbieter und Betreiber der Plattform tweco (im Folgenden „die Plattform“) sind wir:
  2. tweco GmbH i. G.
    Hafenallee 61
    Office Island im HafenLoft
    63067 Offenbach am Main
    Deutschland

  3. Vertreten durch die Geschäftsführung: Oktay Bilici. Registergericht Amtsgericht Offenbach am Main, Registernummer: Eintragung beantragt (Gesellschaft in Gründung). Erreichbar unter office@tweco.de. Die vollständige Anbieterkennzeichnung steht im Impressum.
  4. Diese Bedingungen gelten ausschließlich für Clipper. Für unsere Kunden (Marken, Künstlerinnen und Künstler, Agenturen) gelten gesonderte Vereinbarungen; sie sind nicht Gegenstand dieses Textes.
  5. Abweichende oder ergänzende Bedingungen von dir werden nicht Teil des Vertrags, auch wenn wir ihnen nicht ausdrücklich widersprechen.
  6. Wie wir deine Daten verarbeiten, steht nicht hier, sondern in der Datenschutzerklärung. Sie ist kein Vertragsbestandteil, sondern eine Information nach Art. 13 DSGVO.

§ 2 Was tweco ist, und was es nicht ist

  1. Über tweco kannst du an Kampagnen teilnehmen: Du schneidest aus dem Material einer Marke einen Clip, veröffentlichst ihn auf deinem eigenen TikTok-Konto und wirst nach den Aufrufen vergütet, die er erzielt.
  2. Wir handeln auf eigene Rechnung, nicht als Vermittler. Dein Vertragspartner sind ausschließlich wir, nicht der Kunde, dessen Marke in der Kampagne steht. Wir kaufen die Leistung bei dir ein und verkaufen die Kampagne an unseren Kunden. Die Differenz ist unser Ertrag; sie geht dich nichts an und mindert deine Vergütung nicht, denn die ist in der Kampagne beziffert.
  3. Daraus folgt das für dich Wichtigste: Deine Vergütung schulden wir dir aus eigenem Vermögen. Ob unser Kunde uns bezahlt hat, ist unser Risiko, nicht deines. Begrenzt ist dein Anspruch allein durch das Kampagnenbudget, den Deckel je Clip und die Vergütungsregel in § 11. Alles drei steht in der Kampagne, bevor du anfängst.
  4. Wir nehmen kein fremdes Geld entgegen und leiten keines weiter. Wir zahlen eine eigene Schuld von unserem Geschäftskonto.
  5. Wir speichern und verbreiten keine Inhalte für dich. Dein Clip liegt bei TikTok und läuft über dein Konto; bei uns stehen seine Adresse und seine Kennzahlen.
  6. Wir sind nicht dein Arbeitgeber, und es entsteht kein Arbeitsverhältnis. Du entscheidest frei, ob, wann und in welchem Umfang du teilnimmst, und du bist nicht verpflichtet, überhaupt teilzunehmen. Eine Exklusivität besteht nicht: Du darfst gleichzeitig für andere arbeiten.
  7. Wir schulden dir keine Kampagnen und keine Einnahmen in bestimmter Höhe. Welche Kampagnen es gibt, hängt von unseren Kunden ab. Beispielrechnungen in der Einführung, in Mails oder auf der Startseite sind Beispiele und keine Zusage. Was gilt, steht in der jeweiligen Kampagne.

§ 3 Registrierung, Freigabe, Mindestalter

  1. Du musst volljährig sein. Wir legen keine Konten für Minderjährige an, auch nicht mit Einwilligung der Eltern. Bei der Registrierung gibst du dein Geburtsdatum an; liegt es weniger als 18 Jahre zurück, entsteht kein Konto und wir speichern nichts.
  2. Mit der Registrierung stimmst du diesen Bedingungen zu; ohne Zustimmung entsteht kein Konto. Wir halten fest, welcher Fassung du wann zugestimmt hast (§ 19).
  3. Nach der Registrierung wartet dein Konto auf Freigabe. Erst danach kannst du dich anmelden. Über die Freigabe entscheidet ein Mensch.
  4. Wir geben nicht jede Anmeldung frei, und wir müssen es auch nicht. Der Grund ist stets die Zahl der Clipper, die wir zugleich betreuen können. Es ist keine Bewertung deiner Person und keine Bewertung deiner Reichweite. Einen Anspruch auf Aufnahme gibt es nicht.
  5. Deine Angaben müssen vollständig und richtig sein, und du hältst sie aktuell. Das gilt besonders für die Angaben, die für die Abrechnung gebraucht werden (§ 13).
  6. Pro Person ist ein Konto zulässig. Mehrere Konten derselben Person sind nicht erlaubt (§ 15).

§ 4 Dein Konto und dein TikTok-Konto

  1. Deine Zugangsdaten sind geheim zu halten und nicht an Dritte weiterzugeben. Für Handlungen über dein Konto stehst du ein, soweit du sie zu vertreten hast.
  2. Wir sichern die Anmeldung durch einen zweiten Faktor: Nach dem Passwort schicken wir einen Code an die E-Mail-Adresse deines Kontos.
  3. Ein TikTok-Konto verbindest du, indem du dich bei TikTok anmeldest. Damit steht fest, dass es dir gehört, und es gilt zugleich als von uns geprüft. Ein selbst getippter Kontoname wäre eine Behauptung; deshalb gibt es diesen Weg für dich nicht mehr.
  4. Bei dieser Verbindung fragen wir bei TikTok ausschließlich deine Kontokennung und deinen Kontonamen ab. Aufrufzahlen rufen wir dort nicht ab, weder bei der Verbindung noch später. Das Zugriffstoken benutzen wir einmal und speichern es nicht.
  5. In Ausnahmefällen, etwa bei einer Störung der Schnittstelle, kann unser Team ein Konto von Hand eintragen. Das geschieht nur mit Begründung und wird protokolliert.
  6. Ein Konto lässt sich nur mit einem Nutzerkonto bei uns verbinden. Ist ein Name bereits belegt, entscheidet unser Team; belegt jemand einen Namen ohne Nachweis und ohne eingereichte Clips, räumen wir die Belegung weg.
  7. Du kannst ein Konto jederzeit im Profil trennen. Trennen heißt: von diesem Konto kommt nichts Neues mehr. Bereits eingereichte Clips laufen weiter und werden weiter vergütet, und die Zeile bleibt bei uns bestehen, weil an ihr Geld hängt.
  8. Wir können eine Freigabe zurücknehmen, wenn konkrete Anhaltspunkte gegen die Zulassung eines Kontos sprechen. Solange das der Fall ist, kannst du von diesem Konto nicht einreichen, und Zahlungen aus Kampagnen, in denen es vorkommt, bleiben stehen (§ 13 Abs. 6). Eine erneute Verbindung über TikTok hebt das nicht auf.

§ 5 Deine Rechtsstellung, Steuern, Sozialversicherung

  1. Du wirst selbstständig tätig. Wir erteilen dir keine Weisungen zu Zeit, Ort und Art der Tätigkeit; die Kampagnenvorgaben beschreiben das Ergebnis, nicht deinen Arbeitstag.
  2. Für die Versteuerung deiner Einnahmen und, soweit erforderlich, für die Anmeldung eines Gewerbes und deine Pflichten in der Sozialversicherung bist du selbst verantwortlich. Wir führen weder Steuern noch Sozialabgaben für dich ab.
  3. Ob du dabei als Unternehmer oder als Verbraucher handelst, entscheiden die Umstände und nicht diese Bedingungen. Handelst du als Verbraucher, bleiben die zwingenden Vorschriften des Verbraucherschutzes unberührt, auch dort, wo dieser Text kürzer klingt.
  4. Plattformen können verpflichtet sein, dem Bundeszentralamt für Steuern jährlich zu melden, wer über sie in welcher Höhe vergütet wurde (Plattformen-Steuertransparenzgesetz). Ob uns diese Pflicht trifft, klären wir steuerlich ab. Solange das nicht feststeht, fragen wir deine Steuer-Identifikationsnummer nicht ab. Sollte die Pflicht bestehen, sagen wir dir vorher Bescheid und teilen dir mit, was wir gemeldet haben.

§ 6 Kampagnen und wie ein Auftrag zustande kommt

  1. Verfügbare Kampagnen siehst du in der Plattform. Jede nennt die Marke, das Material, die Vorgaben, die Laufzeit, die Einreichschwelle, den Preis je Schwelle und den Deckel je Clip.
  2. Mit dem Einreichen eines Clips gibst du ein Angebot zu den Bedingungen dieser Kampagne ab. Der Vertrag über diesen Clip kommt zustande, wenn wir ihn freigeben (§ 12). Eine automatische Freigabe gibt es nicht.
  3. Die Kampagnenvorgaben gehen diesen Bedingungen vor, soweit sie etwas Besonderes regeln und dich nicht unangemessen benachteiligen.
  4. Was in einer Kampagne zugesagt ist, ändern wir nicht mehr. Preis je Schwelle, Einreichschwelle und Deckel je Clip stehen fest, sobald die Kampagne läuft. Wir können das Budget aufstocken und die Laufzeit verlängern. Beides geht nur zu deinen Gunsten.
  5. Wir können eine Kampagne pausieren und später fortsetzen. Während der Pause ruht alles: kein Einreichen, keine Verrechnung. Beim Fortsetzen verschiebt sich das Enddatum um die Dauer der Pause, damit dir keine Verdienstzeit verloren geht.
  6. Eine Kampagne endet mit Ablauf ihrer Laufzeit oder wenn ihr Budget aufgebraucht ist; wir können sie auch vorzeitig beenden. Ab dem Ende sind keine Einreichungen mehr möglich, und der zuletzt bestätigte Stand der Aufrufe ist der endgültige.

§ 7 Deine Pflichten beim Clip

  1. Du hältst die Kampagnenvorgaben ein und veröffentlichst den Clip auf einem TikTok-Konto, das du bei uns verbunden hast.
  2. Du hältst die Regeln von TikTok ein. Für dein Verhältnis zu TikTok sind wir nicht verantwortlich, und wir können dort nichts für dich erreichen.
  3. Das Material, das wir dir für eine Kampagne bereitstellen, darfst du ausschließlich für diese Kampagne verwenden. Es an Dritte weiterzugeben oder für etwas anderes zu benutzen, ist nicht erlaubt.
  4. Für alles, was du selbst hinzufügst (Musik, Bilder, Schriften, Zitate, Stimmen), brauchst du die Rechte. Sind andere Personen erkennbar, brauchst du deren Einwilligung und weist sie uns auf Verlangen nach.
  5. Nicht erlaubt sind Inhalte, die gegen Gesetze verstoßen, Rechte Dritter verletzen, Gewalt verherrlichen, diskriminierend oder jugendgefährdend sind. Ebenfalls nicht erlaubt sind Inhalte mit Bezug zu Glücksspiel und Sportwetten, pornografischen Angeboten, Finanz- und Kryptoprodukten ohne die erforderliche Zulassung sowie Heilmittelwerbung entgegen dem Heilmittelwerbegesetz.
  6. Setzt du beim Erstellen des Clips künstliche Intelligenz ein, kennzeichnest du das, soweit das Gesetz es verlangt (Art. 50 der KI-Verordnung, VO (EU) 2024/1689). Das gilt insbesondere für täuschend echte Bild-, Ton- oder Videoinhalte und für künstlich erzeugte oder veränderte Stimmen oder Abbilder realer Personen; für solche Abbilder brauchst du zusätzlich die Einwilligung der betroffenen Person. Schließt eine Kampagne den Einsatz von KI-Inhalten aus oder schreibt sie eine Form der Kennzeichnung vor, gilt die Kampagnenvorgabe. Ein Clip, der diese Pflicht verletzt, kann abgelehnt werden (§ 12).

§ 8 Werbung kennzeichnen

  1. Jeder Clip aus einer Kampagne ist Werbung und ist als solche zu kennzeichnen (§ 5a Abs. 4 UWG, Vorgaben der Landesmedienanstalten).
  2. Verwende dafür das deutsche Wort „Werbung“ oder „Anzeige“, gut sichtbar und von Anfang an. Englische Begriffe und Hashtags wie „#ad“, „sponsored“ oder „paid partnership“ genügen nach dem Leitfaden der Wettbewerbszentrale und der Medienanstalten nicht. Bei Videos muss die Kennzeichnung durchgehend erkennbar sein, nicht nur in den ersten Sekunden. Sieht die Kampagne eine bestimmte Form vor, verwendest du diese.
  3. Das ist kein Formalismus: Bei einer fehlenden Kennzeichnung können Wettbewerbszentrale und Medienanstalten sowohl dich als auch uns und die Marke in Anspruch nehmen.
  4. Verstößt du gegen diese Pflicht, stellst du uns von den daraus entstehenden Ansprüchen Dritter frei, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung, soweit du den Verstoß zu vertreten hast.

§ 9 Rechte an deinem Clip

  1. Der Clip bleibt deiner. Wir speichern keine Videodateien, sondern nur die Adresse deines Beitrags und Kennzahlen dazu; verbreitet wird er über dein eigenes Konto, nicht über uns.
  2. Für das von uns bereitgestellte Material räumen wir dir ein einfaches, auf die jeweilige Kampagne und auf TikTok beschränktes Nutzungsrecht ein: für die Dauer der Kampagne und darüber hinaus, solange dein Clip online bleibt.
  3. An deinem Clip räumst du uns und dem Kunden der Kampagne ein einfaches, nicht ausschließliches Recht ein, ihn zur Auswertung und zum Nachweis dieser Kampagne anzusehen, zu speichern und intern zu zeigen sowie ihn als Referenz zu benennen und zu verlinken. Mehr brauchen wir nicht, und mehr nehmen wir uns nicht.
  4. Eine Nutzung deines Clips als bezahlte Werbeanzeige, etwa als TikTok Spark Ad, ist davon nicht umfasst. Sie setzt eine gesonderte Vereinbarung und deine Freischaltung voraus. Du bist frei, sie zu erteilen oder zu verweigern; für die Teilnahme an einer Kampagne ist sie keine Bedingung.
  5. Bist du in deinem Clip zu sehen oder zu hören, willigst du in die Verwendung im Rahmen von Absatz 3 ein. Diese Einwilligung kannst du jederzeit für die Zukunft widerrufen.
  6. Löschst du deinen Clip oder stellst ihn auf privat, endet unsere Nutzung. Was bis dahin abgerechnet wurde, bleibt bestehen, auf beiden Seiten.

§ 10 Aufrufzahlen und Insights-Nachweis

  1. Beim Einreichen trägst du nur den Link zu deinem Clip ein. Eine Aufrufzahl gibst du nicht an, und wir rufen sie auch nicht über eine Schnittstelle ab.
  2. Maßgeblich sind allein die Zahlen, die wir bestätigt haben. Wir erheben sie einmal täglich außerhalb der Plattform und spielen sie ein; bis zum ersten Abgleich siehst du zu einem Clip keine Zahl. Werte aus anderen Werkzeugen bleiben unberücksichtigt.
  3. Nach dem Ende einer Kampagne bitten wir dich um eine Bildschirmaufnahme der TikTok-Auswertung deines Clips („Insights“). Sie zeigt, woher die Aufrufe kamen. Das zeigt eine bloße Zahl nicht.
  4. Ein fehlender Nachweis führt nicht automatisch zu einer Ablehnung. Er ist ein Gesichtspunkt, den ein Mensch bei seiner Entscheidung berücksichtigt (§ 12). Die Aufnahme löschen wir 30 Tage nach der Entscheidung über den Clip.

§ 11 Vergütung

  1. Jede Kampagne nennt eine Einreichschwelle (etwa 50.000 oder 100.000 Aufrufe) und den Preis, den ein Clip beim Erreichen dieser Schwelle bringt.
  2. Vergütet wird in ganzen Schritten der Schwelle. Eine Teilvergütung gibt es nicht. Beispiel: Bei 30 Euro je 100.000 Aufrufen bringen 250.000 Aufrufe 60 Euro; die dritte Zahlung kommt erst bei 300.000. Was zwischen zwei Schritten liegt, ist echte Reichweite, aber kein Anspruch. Unterhalb der ersten Schwelle entsteht kein Anspruch.
  3. Einreichen kannst du trotzdem jeden Clip, auch unter der Schwelle. Wir zählen ihn zur Reichweite der Kampagne; vergütet wird er nicht.
  4. Je Clip gilt der in der Kampagne genannte Deckel. Ist er erreicht, wächst der Anspruch nicht weiter, auch wenn der Clip weiter läuft.
  5. Reicht das Budget einer Kampagne nicht mehr für alle Ansprüche, zahlen wir in der Reihenfolge der Einreichung voll aus. Wer zuerst eingereicht hat, wird zuerst bedient; wessen ganzer Schritt nicht mehr hineinpasst, erhält daraus nichts. Wir teilen nicht anteilig zu; ein halber Betrag für eine ganze Leistung wäre keine Lösung. Ob eine Kampagne noch Budget hat, siehst du in der Plattform.
  6. Der Anspruch entsteht, wenn wir den Clip freigegeben und die Aufrufe bestätigt haben. Bis dahin ist ein angezeigter Betrag eine Vorschau, keine Zusage.
  7. Alle Beträge verstehen sich ohne Umsatzsteuer. Bist du umsatzsteuerpflichtig, kommt sie hinzu.

§ 12 Prüfung, Freigabe, Ablehnung, Einspruch

  1. Eingereichte Clips stehen zunächst in Prüfung. Geprüft wird in der Regel nach dem Ende der Kampagne.
  2. Über jeden Clip entscheidet ein Mensch. Es gibt keine automatische Freigabe, keine automatische Ablehnung und kein Bewertungsverfahren, das für uns entscheidet.
  3. Eine Ablehnung wird immer begründet. Du kannst ihr in der Plattform widersprechen; wir sehen sie dann erneut an.
  4. Jede Entscheidung ist zurücknehmbar, solange noch nicht überwiesen wurde, und zwar in beide Richtungen. Wird eine Ablehnung zurückgenommen, lebt deine Gutschrift wieder auf.
  5. Eine Freigabe ist keine Bestätigung, dass dein Clip frei von Rechten Dritter ist.

§ 13 Abrechnung und Auszahlung

  1. Vor der ersten Auszahlung hinterlegst du: Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Anschrift, Land, deine IBAN sowie deine Steuernummer oder, falls vorhanden, deine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Du gibst außerdem an, ob du die Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) in Anspruch nimmst. Diese Angaben pflegst du selbst; für ihre Richtigkeit stehst du ein.
  2. Wir rechnen per Gutschrift ab. Das heißt: Nach dem Ende einer Kampagne und der Prüfung deiner Clips stellen wir den Beleg über deine Leistung selbst aus (Gutschrift im Sinne von § 14 Abs. 2 Satz 2 UStG). Mit deiner Zustimmung zu diesen Bedingungen vereinbaren wir dieses Verfahren. Du musst keine Rechnung schreiben. Die Gutschrift weist Umsatzsteuer aus, wenn du umsatzsteuerpflichtig bist, sonst den Hinweis nach § 19 UStG; sie richtet sich nach dem Steuerstatus, den wir anhand deiner Angaben festgestellt haben.
  3. Die Gutschrift erhältst du als PDF per E-Mail an die Adresse deines Kontos. Bewahre sie auf: Sie ist dein Beleg. Auf der Plattform bleibt ihre Nummer mit den Beträgen stehen; die Datei selbst halten wir dort nur bis zum Versand vor.
  4. Du kannst einer Gutschrift widersprechen, in der Plattform und mit Angabe des Grundes. Mit dem Widerspruch verliert sie ihre Wirkung; wir stornieren sie mit einem Gegenbeleg und klären den Betrag mit dir. Danach erstellen wir eine neue Gutschrift oder bitten dich um eine Rechnung.
  5. Können wir keine Gutschrift erstellen, etwa weil Angaben fehlen oder du außerhalb Deutschlands ansässig bist, bitten wir dich um eine Rechnung. Dann lädst du sie als PDF in der Plattform hoch; wir teilen dir den Betrag mit, über den abzurechnen ist. Beanstanden wir eine Rechnung, sagen wir warum, und du lädst eine neue hoch. Die Datei löschen wir 30 Tage nach dem Hochladen; aufbewahrt wird sie in unserer Buchhaltung, nicht auf der Plattform.
  6. Der Zahlungsweg beginnt erst nach dem Ende einer Kampagne. Vorher wächst dein Verdienst mit jedem eingespielten Stand weiter, und eine Überweisung würde einen noch nicht feststehenden Betrag festschreiben. Dein offener Betrag entsteht und wächst trotzdem jederzeit sichtbar mit.
  7. Es gibt keine Mindestsumme, keine Gebühr und keinen Antrag, den du stellen musst. Wir überweisen den Bruttobetrag des Belegs auf die hinterlegte IBAN.
  8. Überwiesen wird nur für Clips von Konten, deren Freigabe besteht. Haben wir die Freigabe eines Kontos zurückgenommen, bleiben Zahlungen aus Kampagnen stehen, in denen dieses Konto vorkommt, bis die Sache geklärt ist.
  9. Änderst du deine IBAN, halten wir Überweisungen 72 Stunden zurück. Das schützt dich für den Fall, dass jemand anders sie geändert hat.
  10. Für die Richtigkeit deiner Zahlungsdaten stehst du ein. Kosten, die durch falsche Angaben entstehen, trägst du.

§ 14 Wann kein Anspruch entsteht

  1. Kein Anspruch entsteht, soweit die Schwelle nicht erreicht ist, der Deckel je Clip greift oder das Budget nach § 11 Abs. 5 aufgebraucht war. Das sind keine Sanktionen, sondern die Vergütungsregel, die vor deiner Arbeit feststand.
  2. Wird ein Clip abgelehnt, entsteht für ihn kein Anspruch. Eine bereits gebuchte Gutschrift wird zurückgebucht (§ 12 Abs. 4).
  3. Wurden Aufrufe auf unzulässige Weise erzeugt (§ 15), entsteht für den betroffenen Clip kein Anspruch; bereits Ausgezahltes können wir zurückfordern oder mit späteren Ansprüchen verrechnen. Das betrifft nur die betroffenen Clips. Für Clips, an denen nichts zu beanstanden ist, bleibt dein Anspruch bestehen.
  4. Wird dein Clip von TikTok entfernt oder gesperrt und hast du das zu vertreten, entsteht für ihn kein weiterer Anspruch. Liegt die Ursache nicht bei dir, etwa bei einem Fehler der Plattform, bleibt es beim zuletzt bestätigten Stand.

§ 15 Was nicht erlaubt ist

  1. Nicht erlaubt sind insbesondere:
    • gekaufte oder künstlich erzeugte Aufrufe, Interaktionen oder Follower, einschließlich Bots, Automatisierungsdiensten und Austauschgruppen;
    • mehrere Nutzerkonten derselben Person;
    • das Einreichen von Clips, die du nicht selbst erstellt hast, oder von Clips, die bereits für eine andere Kampagne eingereicht wurden;
    • das Einreichen von Clips, die auf einem Konto laufen, das nicht dir gehört;
    • das nachträgliche Verändern eines Beitrags oder seiner Adresse, um die Zuordnung oder die Zahlen zu beeinflussen;
    • die Weitergabe des Kampagnenmaterials oder seine Nutzung außerhalb der Kampagne;
    • Verstöße gegen die Regeln von TikTok.
  2. Wir dürfen die Einhaltung überprüfen und dazu auffällige Verläufe nachverfolgen. Über die Folgen entscheidet immer ein Mensch.

§ 16 Sperre, Kündigung, Löschung

  1. Bei einem Verstoß können wir, je nach Gewicht, den betroffenen Clip ablehnen, dich verwarnen, dein Konto sperren oder das Nutzungsverhältnis aus wichtigem Grund fristlos beenden.
  2. Vor einer Sperre geben wir dir Gelegenheit zur Stellungnahme, es sei denn, das ist wegen der Schwere oder zur Abwendung eines Schadens nicht zumutbar.
  3. Eine Sperre entscheidet über den Zugang, nicht über Geld. Deine Clips, Gutschriften und offenen Forderungen bleiben unberührt. Halten wir einen Verdienst für unberechtigt, lehnen wir den betreffenden Clip ab, begründet und mit Einspruchsweg.
  4. Beide Seiten können das Nutzungsverhältnis jederzeit ohne Angabe von Gründen mit einer Frist von 14 Tagen in Textform beenden. Das Recht zur fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Bereits entstandene Ansprüche werden abgerechnet und ausgezahlt.
  5. Dein Konto kannst du selbst im Profil löschen. Solange ein Betrag offen ist oder ein Clip in Prüfung steht, geht das nicht. Nach der Löschung gäbe es keine Bankverbindung mehr, an die wir überweisen könnten.
  6. „Löschen“ heißt bei uns anonymisieren: Buchungen und Belege bleiben, weil das Handels- und Steuerrecht das verlangt (§ 147 AO). Was dich benennt, wird entfernt. Die Plattform sagt dir das vor dem Klick, und wir fragen dein Passwort erneut ab.

§ 17 Verfügbarkeit und Haftung

  1. Einen Anspruch auf ununterbrochene Verfügbarkeit gibt es nicht. Wir dürfen den Betrieb für Wartung vorübergehend einschränken.
  2. Wir haften unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, bei arglistigem Verschweigen, im Umfang einer übernommenen Garantie und nach dem Produkthaftungsgesetz.
  3. Bei einfacher Fahrlässigkeit haften wir nur bei der Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht: einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung du regelmäßig vertrauen darfst. Die Haftung ist dann auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist sie ausgeschlossen.
  4. Die Pflicht, dir deine Vergütung zu zahlen, ist eine solche wesentliche Vertragspflicht. Die Begrenzung oben ändert nichts daran, dass wir sie schulden.
  5. Für Maßnahmen von TikTok haften wir nicht: für Sperren von Konten, das Entfernen von Beiträgen, Reichweitenbeschränkungen und Änderungen der Regeln oder der Empfehlungssysteme.
  6. Die gesetzlichen Verjährungsfristen bleiben unberührt.

§ 18 Änderungen dieser Bedingungen

  1. Wir können diese Bedingungen ändern, wenn sich die rechtlichen Rahmenbedingungen, die technischen Gegebenheiten oder die Plattform ändern.
  2. Wir kündigen jede Änderung mindestens vier Wochen vorher in Textform an und sagen dabei, was sich ändert.
  3. Schweigen gilt nicht als Zustimmung. Die neue Fassung gilt für dich erst, wenn du ihr zustimmst; wir fragen dich dazu in der Plattform. Stimmst du nicht zu, kannst du die Plattform bis zum Ablauf der Frist weiter zu den bisherigen Bedingungen nutzen, und danach können beide Seiten nach § 16 Abs. 4 beenden.
  4. Auf laufende Kampagnen wirkt eine Änderung nie zurück. Für einen Clip, den du eingereicht hast, gilt die Fassung, der du bei der Einreichung zugestimmt hattest, und die Kampagnenbedingungen, unter denen du geschnitten hast. Entstandene Ansprüche bleiben bestehen.

§ 19 Schlussbestimmungen

  1. Es gilt deutsches Recht. Hast du deinen gewöhnlichen Aufenthalt in einem anderen Staat und handelst als Verbraucher, bleiben die zwingenden Schutzvorschriften dieses Staates unberührt.
  2. Vertragssprache ist Deutsch. Diese Bedingungen kannst du jederzeit hier abrufen und speichern. Wir halten fest, welcher Fassung du wann zugestimmt hast; die Fassung steht am Anfang dieses Textes.
  3. Ist eine Bestimmung unwirksam, bleiben die übrigen wirksam.
  4. Wir sind nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 VSBG).
  5. Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform.
Stand: 12. September 2026